Die Uhr (aus lateinisch: hora (die Stunde)) ist ein Instrument, das den aktuellen Zeitpunkt anzeigt oder eine Zeitspanne misst. Die Entwicklungsgeschichte der Uhr umfasst mehrere Jahrtausende und wird heute ebenso wie damals in verschiedenen Lebensbereichen verwendet.
Bereits im Altertum teilte der Mensch den Tagesverlauf ein. Durch eine tägliche Beobachtung von Sonne und Mond konnten über eine längere Dauer bestimmte Tageslängen sowie Zeitpunkte ungefähr festgelegt werden. Im Alten Ägypten entwickelte sich hieraus die Schatten- und Diagonalsternuhr. Seit dem 16. Jahrhundert v. Chr. ist aus dem Alten Ägypten auch die Verwendung der Wasseruhr bekannt. In Griechenland wurden diese Uhren zur Begrenzung der Redezeit vor Gericht eingesetzt. Die Redewendung „Die Zeit ist abgelaufen“ lässt sich darauf zurückführen.
Im Mittelalter etablierte sich neben den Sonnen- und Wasseruhren auch die Kerzenuhr. Vor allem in Europa wurden diese unabhängig vom Tageslicht und leicht verfügbaren Uhren genutzt. Als epochale Erfindung muss die Hemmung angesehen werden, die erst die Entwicklung der Räderuhr ermöglichte. Vor allem die Erkenntnisse aus der Astronomie und der Mathematik nahmen zu dieser Zeit großen Einfluss auf die Entwicklung der Räderuhr.
In der Neuzeit, mit dem Zeitalter der Renaissance kam es zu zwei bedeutenden Entwicklungen. Erstens erhielten die häuslichen Uhren ein Gehäuse, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen; zweitens wurde es möglich, die Uhren durch neue Erfindungen, andere Materialien und bessere Werkzeuge immmer weiter zu verkleinern.
In der heutigen Zeit werden Getriebe und Uhren immer weiter entwickelt, um uns auf die Sekunde genau die Uhrzeit anzusagen. Die Funkuhr, die 1967 erfunden wurde, machte bi jetzt den Abschluss in der Geschichte der Uhrentwicklung. Doch ständg sind Zeitforscher damit beschäftigt ein noch genaueres Bild von der Zeit und Uhren, die diese abbilden, abzuliefern.

